Premiumlounge & ClubD

Premium Lounge
Im Zuge der Adaptierung der Wiener Stadthalle für den Song Contest 2015 wurde vor allem Augenmerk auf die historischen Lounge und Gastronomiebereiche der Stadthalle gelegt.

Für die Veranstaltung war außerdem eine größere VIP Lounge notwendig geworden. Diese wurde in der bestehenden, nicht mehr genutzten Kantine, gefunden und erstreckt sich nun bis in Erschließungsbereich des Foyers.

In Hinblick auf die Sensibilität des Ortes (die Wiener Stadthalle wurde 1954-1958 von Roland Rainer realisiert und ist teilweise unter Denkmalschutz gestellt. Außerdem sind viele Kunstwerke in den VIP-Bereichen zu finden) wurden die bestehenden Materialien und Räumen möglichst belassen und fallweise ergänzt: Wo noch vorhanden wurde der bestehende Terrazzo renoviert und im Rest mit einfärbigen ergänzt, um klar die Schnittstelle zwischen alt und neu zu definieren. Das Gegenstück zum hellen Boden ist die abgehängte Decke aus schwarzem Metall, die nicht nur dahinter die gesamte Infrastruktur verteilt, sondern auch an der Rohdecke mit schwarzem akustisch wirksamen Schaumstoff belegt ist, um die Akustik zu verbessern.

Dieser „Hell-Dunkel-Gegensatz“ wird an der Bar fortgesetzt: die Lederverkleidung, die an der eingeschobenen Wand beginnt und sich um die gesamt Bar wickelt, steht im Gegensatz zur hell erleuchteten Bar aus Onyx. Im Hintergrund kommt ein Rauchglasspiegel zum Einsatz, der sowohl Raum wie Bar optisch „verdoppelt“.

Bei der Wandgestaltung wurde – wie in den Logen – ein Kunstwerk der Stadthalle zur Inspiration: das Mosaik “Mäander “ der Künstlerin Maria Bilger befindet sich dort im Westgang der Halle F. In der Materialität werden nicht wie im Original handgefertigte Glasmosaiksteine verwendet, sondern eine industriell gefertigte Tapete sowie Leder. Die Idee war keine Kopie, sondern Neuinterpretation und Weiterführung. Durch die Abwicklung des Mäanders über drei Wände, der durch die schwarze Decke verbunden ist, wird dieser ein räumlich bestimmender Faktor und setzt mit seiner Farbigkeit einen Kontrapunkt zum Rest des Raumes.

Als Sessel wurde der RP7, entworfen von Architekt Roland Rainer für den  Backstagebereich der Wiener Stadthalle, in zweifärbiger Ausführung gewählt, ergänzt mit Stehtischen und Barhockern, die für die Stadthalle entworfen wurde

Club D
Im Rahmen der neuen Premium Lounge wurde der alte, bestehende Raum frei für eine variable Nutzung, wie kleine Pressekonferenzen, Besprechungen, Vermietungen, …
Hier wurde, ähnlich wie in der Ehrenloge, zurückgebaut, um die bestehende Architektur und existierende Ausblicke wieder in den Fokus zu setzen: Die Glasfassaden wurden von Möbeln und schweren Vorhängen befreit und geben jetzt wieder den Blick in den Eingangsbereich der Halle D sowie auf die Halle F und der Skulptur des Künstlers Wander Bertoni frei.
Die räumlich reduzierte Bar hält sich im Hintergrund, um den Raum nicht zu bestimmen, verweist aber durch die Materialwahl Eiche und Corian auf ihre Zugehörigkeit zu den restlichen VIP Bereichen, ebenso wie die Möblierung.

Premiumlounge2Premiumlounge1Premiumlounge3 Wandmosaik von Maria Ungar in der Stadthalle
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